Eilers und Bley streben „Runden Tisch“ wegen Ausbau der Stromtrassen an

Umweltminister Lies und Wirtschaftsminister Althusmann sollen mit Netzbetreibern u. a. an einen Tisch


Umweltminister Lies und Wirtschaftsminister

Althusmann sollen mit Netzbetreibern

u. a. an einen Tisch

  • Aktuelle Landesregierung soll sich aktiv einschalten - Vorgängerregierung bei Stromtrassen zu passiv
  • Möglichst weitgehende Erdverkabelung nach modernsten Verfahren angestrebt
  • Eilers und Bley kämpfen gemeinsam für die betroffenen Bürger der Region Cloppenburg
„Wir begrüßen es ausdrücklich, dass nur noch eine von bisher drei geplanten Offshore-Erdkabelleitungen von den Windparks in der Nordsee zum Netzverknüpfungspunkt im Bereich Cloppenburg geführt werden soll und die beiden anderen Leitungen direkt nach Lingen-Hanekenfähr, wo beim dortigen noch bis 2022 aktiven AKW die bestmöglichen Voraussetzungen im weiteren Netz vorliegen“, betonen die beiden Landtagsabgeordneten der CDU der Wahlkreise Cloppenburg und Cloppenburg-Nord (mit Großenkneten und Wildeshausen), Christoph Eilers und Karl-Heinz Bley.
„Nicht zufrieden sind wir aber mit dem bisherigen Einsatz des Landes Niedersachsen und der rot-grünen Vorgängerregierung für die Bürgerinnen und Bürger in den von der neuen 380-kV-Höchstspannungsleitung betroffenen Gemeinden hier in unseren Wahlkreisen“, so Bley und Eilers.
Ganz grundsätzlich gehe es ihnen insbesondere um einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden und um die Nutzung der heute und künftig vorhandenen Möglichkeiten, die Betroffenheit der Region und ihrer Bürger so gering wie möglich zu halten.
Heute seien Entscheidungen gefordert, die viele Jahrzehnte Auswirkungen hätten und später kaum noch zu revidieren sein würden.
Vor allem müsse geklärt werden, warum der Netzbetreiber Tennet an alten Verlegeverfahren für Erdkabel festhalte und bekannte neue Verfahren rundheraus als „nicht ausgereift“ ablehne, obwohl diese eine wesentliche Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger entlang der Trasse möglich machten, sind sich Bley und Eilers einig.
Das habe sich auch beim jetzigen Besuch des Unternehmens AGS-Verfahrenstechnik in Stade gezeigt, worüber in den örtlichen Zeitungen ja auch ausführlich berichtet worden sei.
Das dort vorgestellte röhrenbasierte Verlegeverfahren benötige nur einen Bruchteil der Grundstücksflächen im Vergleich zu den von Tennet favorisierten bisherigen Verfahren und belaste Boden, Umwelt und Grundstücksbedarf unübersehbar wesentlich geringer.
„Deshalb streben wir eine stärkere Unterstützung und eine Mittlerrolle der neuen Landesregierung von SPD und CDU an und schlagen einen Runden Tisch (RT) vor, unter der Leitung von Wirtschafsminister Bernd Althusmann (CDU) und Umweltminister Olaf Lies (SPD), an dem auch maßgebliche Vertreter von Tennet und Avacon teilnehmen, aber auch von Unternehmen, die modernste, zukunftsfähige und nachhaltige Lösungsmöglichkeiten bieten“, so Bley und Eilers, die an diesem RT dann auch teilnehmen wollen.
Sicher spielten auch die Kosten des Netzausbaus eine Rolle, aber im Umkehrschluss dürfe es nicht so weitergehen, dass relativ kleine Regionen im Verlauf der Trassen die gesamtgesellschaftlichen Lasten eines zukunftssicheren Transportnetzes tragen sollten, weil man im Norden an alter Technik und Freileitungen festhalte. Das sei so nicht akzeptabel, sind sich Bley und Eilers einig.


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