Größe nicht entscheidend für Behandlungsqualität – CDU diskutiert über Krankenhausversorgung im Landkreis Cloppenburg
Vergangene Woche Montag hatte der CDU-Kreisverband Cloppenburg seine Mitglieder eingeladen, um in dem bekannten Format „reden wir drüber“ zur Krankenhausversorgung persönlich ins Gespräch zu kommen. Unter strengen Hygienevorschriften gab es interessante Vorträge und lebhafte Diskussionen.
„Wir als CDU im Landkreis Cloppenburg kämpfen für unsere drei Krankenhäuser in Cloppenburg, Friesoythe und Löningen. Aber wir sehen, dass sich die Krankenhauslandschaft verändert und wir auch bei uns vor Ort nicht stehen bleiben dürfen. Wir wollen diesen Prozess bei uns im Landkreis aktiv begleiten und moderieren“, so der Kreisvorsitzende Christoph Eilers zu Beginn der Veranstaltung.
 
Hauptreferent des Abends war Dr. Hannes Dahnke, Geschäftsführer der Vebeto GmbH, der den Teilnehmern zunächst mit konkreten Beispielen heutige Ansätze für eine datenbasierte Krankenhausplanung in Deutschland vorstellte.
 
Dr. Hannes Dahnke kam zu dem Ergebnis, dass der Landkreis Cloppenburg eine flächendeckend gut ausgebaute Grund- und Regelversorgung besitzt und die Krankenhäuser in Cloppenburg, Friesoythe und Löningen jeweils zukunftsfähige Spezialisierungen mit überregionaler Bedeutung entwickelt hätten. So gäbe es kein Krankenhaus im ganzen Norden von Niedersachsen, das ein vergleichbares Zentrum für die Adipositaschirurgie habe wie Friesoythe. Das St. Josefs-Hospital Cloppenburg habe sich zu einem überregionalen Zentrum für Gefäßchirurgie und die St. Anna-Klinik Löningen für Urologie entwickelt.
 
Zusammenfassend wurde den Teilnehmern deutlich, dass sich die Krankenhausplanung nicht an Kreisgrenzen orientiert. Christoph Eilers kündigte an, dass er in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter alle Verantwortlichen der Krankenhäuser zeitnah zu einem Gespräch einladen wird. „Wichtigstes Ziel ist es mit Blick auf die anstehenden Veränderungen, die individuellen Planungen der Krankenhäuser besser abzustimmen und sie dabei politisch zu begleiten“, so Christoph Eilers.